Aufnahmeantrag

"Ein Schützenverein stellt sich vor“

Schützenvereine, einst zum Schutz einer Dorfgemeinschaft gegründet, haben in der heutigen Zeit ihre ursprüngliche Aufgabe, die Bewohner eines Ortes zu beschützen, verloren. Institutionen von Staat, Land und Gemeinden wie Bundeswehr, Feuerwehr oder Polizei sind an ihre Stelle getreten.

Die Schützenvereine heute besinnen sich auf Tradition und Brauchtum. Dahinter steckt jedoch mehr als nur Bierseligkeit. In der Zusammenarbeit von Jung und Alt werden Werte wie Bürgersinn, Verantwortungsbereitschaft und das Einstehen der oben genannten Werte in der Generationsfolge weitergereicht.

Die Ausrichtungen von Veranstaltungen zu Feier- und Brauchtumstagen wie Osterfeuer, Hubertusfest, Volkstrauertag gehören im Schützenverein Nordlünen-Alstedde ebenso zum Tätigkeitsfeld, wie die Pflege des Schießsports, die Durchführung von Schützenfesten und der Besuch bei Veranstaltungen befreundeter Vereine.

Insbesondere unsere Ex-Königin, Marion (I) Witt hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Jugendarbeit zu fördern, um Jugendliche in den Verein zu integrieren. Dass Marion hierbei auf fruchtbaren Boden gestoßen ist, zeigt die neu gegründete Jugendschießgruppe, der mittlerweile über 20 Jugendliche angehören.

Neben der Bewahrung von Tradition und Brauchtum gehören aber auch gesellschaftliches und soziales Engagement zu dem Tätigkeitsfeld der Schützen in Nordlünen-Alstedde. So war es für die Schützen selbstverständlich, als sie von den Problemen des Gymnasiums Altlünen mit ihrer sog. „Raucherecke“ hörten. Kurzerhand wurde durch einige Mitglieder, unter der Leitung des Bataillonskommandanten Bruno Lange, die Hütte abgerissen, die Einzelteile entsorgt und auf der ehemaligen Stellfläche „Mutterboden“ angefahren und Rasen gesät.

Auch ist es für die Schützen selbstverständlich, zu ihren Schützenfesten am Sonntag Morgen, die Bevölkerung zu einem ökumenischen Gottesdienst mit anschließendem kostenlosen Frühstück einzuladen.

Dass die Aufrechterhaltung von traditionellen Werten in der heutigen Zeit einen hohen Stellenwert hat, zeigt die alljährliche Durchführung der öffentlichen Gedenkfeier zum Volkstrauertag in der Aula des Gymnasiums Altlünen, für die der Schützenverein Nordlünen-Alstedde Verantwortung zeigt. Durch die Gedenkveranstaltung soll gerade der jungen Generation vor Augen gehalten werden, dass die Opfer der vergangenen Kriege und des Nationalsozialismus nicht in Vergessenheit geraten sind und dass man ihrer weiterhin gedenkt. Dies sind nur einige Beispiele für das neue Selbstverständnis der Schützen in Nordlünen-Alstedde.

So hat sich das Bild des Schützenvereins Nordlünen-Alstedde gewandelt. Der Schützenverein beschützt zwar nicht mehr die Bewohner, zeigt aber mit den genannten Aktionen und Aktivitäten, dass der Verein einen neuen Stellenwert in der Gemeinschaft erhält und als soziales Bindeglied in unserer Gesellschaft fungiert.

Horrido

Ingo Schinck

(Geschäftsführer)

Stand:23.05.2010