Schützenfest 2006

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“Großes Schützen- und Volksfest in Altlünen vom 19.08.2006 - 21.08.2006 im Festzelt am Gymnasium Altlünen”

Am Samstag, 19.08.2006 war es wieder soweit. Denn an diesem Wochenende sollten wieder die Farben „Grün und Weiß“ den Lüner Norden dominieren, denn der Schützenverein Nordlünen-Alstedde 1834 e.V. feierte sein diesjähriges Schützen- und Volksfest. Der Auftakt zu den Feierlichkeiten begann am Samstag um 16.00 Uhr. Das gesamte Bataillon traf sich an der Ecke Borker Str./Bergkampstr. und marschierte von dort zum Hof Bergmann, auf der Straße „Im Geistwinkel“19, um dort das amtierende Königspaar Marion (I) und Peter (I) Witt abzuholen.

Auf dem Grundstück des Schützenbruders Heinrich (Heine) Bergmann hatte es sich das Königspaar nicht nehmen lassen, ihre Schützen hier mit einem kleinen Imbiss und Umtrunk auf die kommenden Festtage einzustimmen. Anschließend marschierte das Bataillon zum Ehrenmal an der Bergkampstr., wo eine Kranzniederlegung stattfand. Begleitet wurde das Bataillon vom Trommler- und Pfeiffercorps “Alte Kameraden” unter der bewährten Leitung von Willy Herden.

Nach der Kranzniederlegung marschierte das Bataillon zur Rasenfläche vor dem Hallenbad Altlünen, wo um 19.00 Uhr der “Große Zapfenstreich” begann.

Der “Große Zapfenstreich” wurde musikalisch umrahmt von dem Spielmannszug “Alte Kameraden” und der Blaskapelle „Monopol Haus Aden“.

Vor dem eigentlichen Zapfenstreich wurden langjährige und verdiente Mitglieder geehrt.

Nach dem “Großen Zapfenstreich” begann um 20.00 Uhr der große Festball im Zelt am Gymnasium Altlünen und unser Königspaar Marion (I) und Peter (I) Witt standen noch einmal im Blickpunkt.

Ein Hauch von Abschied umwehte den Königsthron von Marion (I) und Peter (I).

Nach einer Festrede des 1. Vorsitzenden, Hans-Joachim Wroblowski und pointenreichen Worten des CDU-Ratsherren und Altbürgermeister von Altlünen, Alfred Meermann, der den Schirmherrn, Bürgermeister Hans Wilhelm Stodollick (feierte seine eigen Silberhochzeit), vertrat, eröffnete das Königspaar mit dem Königstanz den Ball. Wenige Minuten später bedankte sich Marion (I) bei all ihren Weggefährten der auslaufenden Regentschaft. Auch ließ sie es sich nicht nehmen, verdiente Mitglieder mit dem Königsorden auszuzeichnen. Zum Kreis der geehrten Grünröcke zählten: Martin Krause, Thomas Gössing, Werner Ott, Sebastian Witt, Jessica Thedik, Ralf Piepenkötter, Otto Witt, Oliver Witt, Nina Witt, Klaus Neumann, Sarah Blieke Lorain Rebinger, Wilhelm Busemann, Wilhelm Borgschulze, sowie Hans Witt.

Neben zahlreichen Abordnungen der befreundeten Lüner Schützenvereine trug sich auch Bataillonspfarrer Knut Drieling in die Liste der Ehrengäste ein.

Die bekannte Showband „Top-Five“ heizte allen Besuchern musikalisch ein und sorgte bis spät in die Nacht hinein für eine gute und ausgelassene Stimmung.

Der zweite Tag des Schützen- und Volksfestes begann am Sonntag, den 20. August, um 09.15 Uhr, mit einem ökumenischen Zeltgottesdienst im Festzelt am Gymnasium Altlünen. Geleitet wurde der Gottesdienst von Pfarrer, Herrn Quade.

Anschließend luden die Schützen die Bevölkerung zu einem kostenlosen gemeinsamen Frühstück ein.

Weiter ging es am Sonntag um 14.00 Uhr, mit dem Empfang der Gastvereine für den “großen Festumzug”.

Der eigentliche Festumzug durch die Straßen Altlünens begann unter großer Anteilnahme der Altlüner Bevölkerung um 15.00 Uhr.

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Der Wegstrecke war während des Umzuges mit grün-weißen Fahnen geschmückt und sorgte für einen würdigen Rahmen. Hierfür hatte die 3. Kompanie des Schützenvereines monatelange Vorarbeit geleistet.

Höhepunkt des Umzuges war der Vorbeimarsch an den Königs- und Kaiserpaaren, die auf der Tribüne auf der Laakstr., vor dem Hallenbad, Aufstellung genommen hatten.

Der eigentliche Höhepunkt des Sonntags war aber der Show- und Comedy-Abend im Festzelt mit einem bunten Programm um 20.00 Uhr. Der Stimmenimitator und Unterhaltungskünstler „Hobi“ heizte die Stimmung im Festzelt mit Auftritten u.a. als Wachtmeister Holm, Herbert Knebel und Inge Meysel an und sorgte für frenetischen Beifall.

Mit seinen gelungenen Einlagen, bei dem er gezielt einige Schützen ansprach, schaffte es Hobi, dass bei den Besuchern „vor Lachen kein Auge mehr trocken blieb“.

Anschließend sorgte der Entertainer Ralf Rataj als DJ Ötzi weiter für ausgelassene Stimmung.

Zwischen den Auftritten und danach bat die Showband “Top-Five” zum Tanz.

Am Montag, den 21. August, ging das Schützen- und Volksfest in die heiße Phase über.

An diesem Tag sollte es sich beim Vogelschießen entscheiden, wer das amtierende Königspaar des Schützenvereins Nordlünen-Alstedde von 1834 e.V., Marion (I) und Peter (I) Witt, ablösen wird und eine dreijährige Regentschaft antritt.

Um 10.00 Uhr trat das Bataillon am Festplatz am Gymnasium Altlünen an.

Um 10.15 Uhr eröffnete Oberst, Bruno Lange, das Vogelschießen, welches unter großer Anteilnahme der Bevölkerung stattfand.

Musikalisch umrahmt wurde das Vogelschießen durch den Trommler- und Pfeiffercorps “Alte Kameraden”. Zahlreiche Ehrengäste aus Politik und Wirtschaft gaben sich die Ehre, dem Vogelschießen beizuwohnen und einen Ehrenschuss abzugeben. Zahlreiche Nachbarvereine mit ihren Königspaaren und Abordnungen wohnten ebenfalls dem Vogelschießen bei.

Unter regnerischen, ungemütlichen Bedingungen gingen die 180 Schützen und Schützinnen daran, den vom Vogelbauer Karl Wittken gebauten Vogel „Marion (1) den “Garaus zu machen”.

Doch lange Zeit tat sich nichts. Das viele Feiern der vergangenen Tage und das schlechte Wetter hatte sich wohl auf die Zielgenauigkeit der Schützenschwestern und-brüder niedergeschlagen. Immer wieder musste das Schießen wegen anhaltender Regenschauer unterbrochen werden.

Erst Wolfgang Hohmann von der 3. Kompanie bereitetet der Misere ein Ende. Mit dem 212. Schuss holte er die Krone herunter.

Fast 100 Schuss später, nämlich mit dem 310. Schuss, musste das Zepter dran glauben. Bernd Dittmeyer von der 2. Kompanie war hier der glückliche Schütze.

Der Apfel ging mit dem 442. Schuss an Bernhard Strock von der 2. Kompanie.

Es folgte der linke Flügel, den sich Bernhard Möllmann von der 2. Kompanie mit dem 470. Schuss sicherte.

Die letzte Insignie, der rechte Flügel, ging mit dem 496. Schuss an Thomas Vieth, ebenfalls von der 2. Kompanie

Zur Mittagszeit konnten sich die Schützen und die Bevölkerung gemeinsam an der “Gulaschkanone” stärken.

Auch der Wettergott hatte nun ein Einsehen mit den Schützen und es kam die Sonne hervor.

Um 14.45 Uhr fiel dann der Startschuss für das eigentliche Königsschießen.Hier trafen zwei altbekannte Konkurrenten aufeinander. Bereits 1990 hatte Oberstleutnant Bernhard Jäger und Major Udo Cieslukowski, beide 1. Kompanie, gegeneinander um die Königswürde gekämpft. Damals mit dem glücklichen Ende für Bernhard Jäger. Kurz vor dem Schießen kündigte noch ein weiterer Schütze seine Ambitionen an. Hauptmann Klaus Neumann, ebenfalls 1. Kompanie, machte aus dem Zwei- einen Dreikampf. So konnte das echte Heimspiel der 1. Kompanie um die Königswürde beginnen.

Doch lange tat sich nichts. Eine gute Stunde hielt „Vogel Marion“, benannt nach der scheidenden Königin Marion (I) Witt, den Versuchen der drei Aspiranten stand.

„Django, Django“ hatte das Publikum Klaus Neumann immer wieder angefeuert, und dieser kämpfte bis zuletzt engagiert und fair mit seinen Konkurrenten.

Zum Ende seiner Regentschaft wackelte Vogel Marion einige Male bedenklich und hing zuletzt mehr rechts als schlecht an der Schraube und es war nicht abzusehen, wer es den schafft den Vogel „abzuschießen“.

Um 15.48 Uhr war es endlich soweit. Vogel Marion verneigte sein Haupt ein letztes Mal. Udo Cieslukowski, Hauptmann und Kompaniechef der 1. Kompanie, beförderte mit dem 612. Schuss die Reste des Vogels von der Stange.

Unbeschreiblicher Jubel brach unter dem Schützenvolk und den vielen Gästen aus, als feststand wer Nachfolger von Marion (I) ist.

„Wir haben einen neuen König“. Diese Nachricht ging wie ein Lauffeuer über den Festplatz.

Unwiederbringlich stand fest. Udo Cieslukowski ist der neue Schützenkönig von Nordlünen und Alstedde.

Zu seiner Königin und Mitregentin erkor Udo Cieslukowski seine Ehefrau Irmgard, die nun als Irmgard (I) mit ihm regieren wird.

Was machte schließlich das Quäntchen Glück aus, das nötig ist, um die anderen Konkurrenten um die Königswürde aus dem Rennen zu werfen?

Udo Cieslukowski setzte jedes Mal, wenn er unter die Vogelstange trat, wie seine Vorgängerin Marion (I) Witt, den „Karrierehut“ auf, den einst der verstorbene 1. Vorsitzende, Hans-Joachim Blanke getragen hatte und der heute im Besitz von Ralf Piepenkötter, dem 2. Vorsitzenden, ist.

Nach dem Königsschuss standen die Gratulanten Schlange. Doch zunächst kam die Familie mit Enkeltochter Gina Maria an die Reihe.

Das Schießen stand unter der Leitung von Heinz Hüser und dem Bataillonskommandanten Bruno Lange.

Die Moderation hatte Pressewart Ingo Schinck.

Um 18.45 Uhr, trat das Bataillon vor der Gaststätte Haus Bössing auf der Laakstr. an, um das neue Königspaar zur Krönung abzuholen.

Die Krönung der neuen Majestäten erfolgte vor großer Kulisse vor dem Hallenbad Altlünen, durch den Bürgermeister Hans-Wilhem Stodollick.

Zu seinen Adjutanten wählte Udo (I) Cieslukowski, Klaus Neumann und seinen Sohn Matthias

Dem Hofstaat gehören an: Bernhard und Helga Jäger, Franz und Anneliese Merten, Ernst und Gudrun van Troyen, sowie Heinz und Heike Hüser.

Der Königsball im Festzelt am Gymnasium begann um 20.00 Uhr mit der Showband “Top-Five”.

In seiner Ansprache dankte König Udo (I) ausdrücklich seinen Mitstreitern Bernie Jäger und Klaus Neumann für das faire Schießen und stellte lakonisch fest: „Eigentlich waren beide bessere Schützen als ich vermutet habe.“

Getanzt und gefeiert wurde bis in die frühen Morgenstunden.

Das neue Königspaar Udo (I) und Irmgard (I) konnte vom Thron aus auf eine riesige Gästeschar blicken und mischte sich beim Tanz „eifrig unters Volk“.

Die Fläche reichte kaum aus, um alle „Tanzwütigen“ zu fassen und auch die die befreundeten Schützenkönigspaare mit ihren Abordnungen blieben bis fast zum Schluss.

Mit dem Königsball am Montag Abend fand das Schützenfest sein Ende und die Schützen des Schützenvereins Nordlünen-Alstedde konnten einstimmig sagen, dass sie der Bevölkerung ein unterhaltsames Programm mit zahlreichen Überraschungen und Höhepunkten geboten und einen weiteren Meilenstein in der Geschichte des Altlüner Schützenvereins gesetzt hatten und das das Ziel, den „Schulterschluss“ mit der Altlüner Bevölkerung zu schaffen, wieder erreicht wurde.

„Zu Gast bei Freunden“. Das Motto der Fußballweltmeisterschaft konnte man 1:1 auf das Schützenfest in Nordlünen/Alstedde übertragen.

Menschenmassen auf auf der Vogelwiese am Montag, wie man sie andernorts selten sieht, aber auch beim Festumzug durch Altlünen am Sonntag, beim großen Zapfenstreich am Samstag und an allen drei Festtagen ein bis auf den letzten Platz und tief in die Nächte hinein gefülltes Zelt, sowie ein ökumenischer Gottesdienst, der bestens angenommen wurde.

„Was will man mehr“.

Horrido

Ingo Schinck

(Presse- und Sozialwart)