Schützenfest 1998
in der Zeit vom 06.06. bis zum 08.06.1998

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Zapfenstreich und Festball schaukelten die Stimmung hoch, dann die Enttäuschung: „Schützen traurig: Umzug fällt ins Wasser“

Zum Auftakt des dreitägigen Festes trafen sich die am Samstag zum großen Zapfenstreich. Losging es am frühen Nachmittag auf dem Parkplatz vor dem EDEKA-Geschäft auf der Alstedder Str.. Über 200 Schützenbrüder und-schwestern marschierten geschlossen zum Hof Busemann, um das noch amtierende Königspaar Wilhelm und Magret Busemann abzuholen.
Vor dem Aufbruch zum Ehrenmal lud das Königspaar das gesamte Bataillon zu einem kurzen Umtrunk ein.
Der eigentliche Zapfenstreich fand gegen Abend auf der Wiese vor dem Altlüner Hallenbad statt. Begleitet von den Kapellen “Alte Kameraden“ und der Bergkapelle „Haus Aden“ formierten sich die Schützen zum stattlichen Karree.

Im Anschluss an den halbstündigen Zapfenstreich zogen die Grünröcke zum Festzelt vor dem Gymnasium.

Knapp 1000 Gäste kamen im Laufe des Abends in das Zelt, um zu feiern. Zu den Ehrengästen gehörte der Schirmherr der Veranstaltung, Stadtdirektor hans Wilhelm Stodollick, Pfarrer Knut Drieling aus Alstedde und Kaplan Carsten Roeder aus St. Marien und St. Norbert.
König Wilhelm Busemann überreichte dem Stadtdirektor einen Zinkteller und dankte für die gute Zusammenarbeit. Außerdem bedankte sich der König bei seinem Hofstaat, insbesondere bei seinem Adjutanten Bernhard Jäger, für alle Unterstützung.

Den Sonntagmorgen begannen die Schützen mit einem ökumenischen Gottesdienst im Festzelt. Pfarrer Klaus Hageböck (St. Norbert) und Pfarrer Bernd Quade (Heliand) leiteten den einstündigen Gottesdienst.
Später waren alle 500 anwesenden Gäste zu einem gemütlichen Frühstück eingeladen.
Schade, dass sich Sonntagnachmittag die Schleusen am Himmel zu Sturzbächen öffneten. Der Festzug fiel ins „Regenwasser“. Bis 16.00 Uhr wurde gewartet, dann bliesen die Verantwortlichen das ganze Unterfangen ab. „Die Leute wären bei dem Wetter sowieso nicht gekommen“, war man sich einig. Trost gesucht wurde an der Sektbar. Vergeblich siuchte sich manch altgedienter Schütze daran zu erinnern, dass wegen des Wetters schon einmal ein Umzug ausfallen musste.

Am Sonntagabend fand die Nacht der Komödianten statt. Jokus mit einer Clown- und Comedy-Show war ein sehr guter Unterhalter. Die musikalische Unterhaltung erfolgte durch die „Oparolis“.

„König Werner I. (Anderson) regiert die Schützen“
„Mit König Werner I. Anderson in das nächste Jahrtausend“

Die Spannung steigerte sich bis zum letzten Schuss: Durch den 482. Treffer fiel beim Königsschießen des Schützenvereins Nordlünen-Alstedde an der Vogelstange die Entscheidung.
Bis um 14.50 Uhr harrten hunderte Besucher aus, ehe Werner Anderson, zielsicher den Rest des Schützenvogels „Wilhelm“, benannt nach Wilhelm Busemann, der die Königswürde weiterreichte, von der Stange holte.

Zu seiner Königin ernannte der neue Regent, der als Werner I. die Schützen anführt, Walburga I. (Otto). Adjutant wurde Wilfried Otto. Dem Hofstaat gehören Sieglinde Rotte und Ehemann Günter, Heinz Opitz mit Frau Brigitte, Jürgen Horstmann und Frau Magret, sowie Freddi Bergmann und Gattin Marianne, an.

Unter den Augen zahlreicher Besucher wie Schirmherr und Stadtdirektor Hans Wilhelm Stodollick, Bürgermeisterin Christina Dörr-Schmidt und befreundeten Schützenvereinen aus Wethmar, Lünen-Süd, Bork, Cappenberg, Lünen 1332 und Brambauer entwickelte sich ein spannendes Wettschießen um die Königswürde.

Gegen 10.00 Uhr nahm das Schießen nach der Eröffnung durch Wilhelm IV. und Magret I. (Busemann), dem 1. Vorsitzenden Hans Blanke und Bataillonskommandeur Werner Anderson seinen Lauf.
Bis zur Feuerpause, in der sich die Besucher wie Aspiranten, an der Gulaschkanone stärkten, hatte der Adler bereits gelitten.
Die Insignien und der rechte Flügel fehlten dem Tier schon.
Die Krone sicherte sich Detlev Ringe (Bataillonsadjutant) von der 3. Kompanie mit dem 123. Schuss bereits um 10.58 Uhr.
Nach dem 199. Schuss gab „Wilhelm“ seinen Apfel an Oberleutnant Andreas Hoppe von der 1. Kompanie ab.
Oberleutnant Bernd Dittmeyer von der 2. Kompanie zielte mit dem 239. Schuss auf das Zepter.
Leutnant Wilfried Grünewald, ebenfalls 2. Kompanie, stutzte dem Vogel mit dem 299. Schuss den rechten Flügel.
Gefreiter Roland Müller von der 3. Kompanie erschoss sich den linken Flügel mit dem 309. Schuss.

Nach einer kleinen Stärkung starteten die Schützen zum eigentlichen Königsschießen durch. Nur noch drei der ursprünglich rund 150 Schützen stritten um den Titel, der seit 1834 zum 48. Mal vergeben wurde. Ex-König Heinz Opitz (1994-1996) trat als Kaiseraspirant unter den Vogel. In Wethmar ist es undenkbar, in Nordlünen hätte um ein Haar ein zweites Mal eine Frau den Vogel abgeschossen: Sieglinde Rotte, Königin von 1988 bis 1990, wollte Schützenkaiserin werden.

Beide hatten aber letztendlich das Nachsehen, als nach Andersons Schuss um 14.50 Uhr der Rest des zersausten Vogels von der Stange fiel. Mit Tränen in den Augen nahm der um Fassung ringende neue König die zahlreichen Gratulationen entgegen.

Die Umarmungen wollten kein Ende nehmen und auch einige Minuten nach seinem Siegesschuss wusste Werner Anderson noch gar nicht so recht wie ihm geschehen war.
Nach der spannenden Entscheidung um die Krone hatten die Altlüner Schützen dann am späten Nachmittag Zeit zur Erholung, ehe es mit der Krönung der neuen Majestäten weiterging.
Die Krönungszeremonie übernahm Schirmherr Hans Wilhelm Stodollick. Auf der Festwiese vor dem Hallenbad Altlünen auf der Laakstraße hatten sich zahlreiche heimische Schützen, befreundete Vereine und reichlich Schaulustige eingefunden, um nach dem spontanen Umzug bei herrlichem Wetter den feierlichen Akt hautnah zu erleben.

Willi und Magret Busemann, seit den Nachmittagsstunden Ex-Majestäten, wurden von Stadtdirektor Stodollick nach vorbildlicher Regentschaft in den wohlverdienten Ruhestand entlassen und zur Inthronisierung konnte selbst Werner Anderson, ansonsten als zackiger Bataillonskommandeur nicht gerade zart besaitet, das ein oder auch andere Tränchen der Rührung nicht verbergen.

Mit einer rauschenden Ballnacht endete am Montagabend das Schützenfest der Grünröcke aus Nordlünen und Alstedde.
Mit rund 1000 Besuchern war das Festzelt bis zum Platzen gefüllt, als König Werner I. (Anderson) und Königin Walburga I. (Otto) das Fest mit einem Walzer eröffneten.
Die Prominenz ließ sich ebenfalls nicht lange bitten: Stadtdirektor Hans Wilhelm Stodollick zählte ebenso wie zu den Ehrengästen wie Vertreter von SPD und CDU. Auch dechant Klaus Hageböck und Schulleiter Rainer Koch vom Altlüner Gymnasium schauten vorbei. In großer Zahl waren die Schützenvereine aus Cappenberg, Wethmar, Bork, Brambauer, Lünen-Süd und Lünen 1332 vertreten. Die Feuerwehr löschte Ihren Durst, die „Bösen Buben“ scherzten mit den Gästen.
Die Tanzband „Oparolis“ und Sänger Mike Fender beglückten das Publikum.


Horrido

Ingo Schinck
(Geschäftsführer)

Der gesch. Vorstand im Schützenfestjahr 1998