„Schützen tauchen den Norden in ein

Meer von Grün und Weiß“

Schützenfest aus dem Jahre 1988

Grün-weiße Fahnen hängen aus den Fenstern und zeitweise ist schon von weitem Marschmusik zu hören: Seit Samstagnachmittag feiern die Grünröcke aus Nordlünen und Alstedde ihr dreitägiges Schützenfest und beziehen die Bevölkerung im Norden der Lippestadt voll in ihre Aktivitäten mit ein. Mit dem Antreten des Bataillons vor dem Festzelt der große Auftritt der Schützenbrüder, die sich in Dreierreihen formierten und zum Domizil der „Königin“ in der Gottfriedstr. Marschierten, um das amtierende Königspaar abzuholen.

Doris I. Grube und König Heinrich VI. Küpers erwarteten die Mannen der vier Kompanien zu einem Umtrunk mit Beförderungen: Heinz Beckmann, Franz Merten, Willi Beckmann von der ersten und Udo Hageneuer von der dritten Kompanie wurden zum Leutnant befördert.

Den Königsorden für besondere Verdienste um den Verein erhielten Hubert Potthink, Karl-Heinz Röll, Sven Drescher, Gerd Dittmeyer und Tanja Lücke.

Die Schützen setzten mit dem Königspaar nach den Auszeichnungen ihren Zug fort. Sie legten am Kriegerdenkmal an der Bergkampstr. einen Kranz nieder. Die Truppe traf dann zum Festgottesdienst in der Kirche von St. Norbert ein. Die Messe hielt Pfarrer Hageböck.

Zahlreiche Zuschauer beobachteten am Abend den „großen Zapfenstreich“ am alten Amtshaus in der Schulstr.. Auf der Wiese waren die Kompanien angetreten, die Majestäten und der Hofstaat nahmen das Ritual vom Portal des Amtshauses ab und Feuerwehrmänner sorgten für zwei lodernde Feuerschalen. Das Blasorchester Lünen und der Trommler- und Pfeifferkorps „Alte Kameraden“ spielten Marschmusik. „Helm ab“ lautete der Befehl bevor die Musikzüge die Nationalhymne anstimmten.

Die rund 400 Mann starke Truppe marschierte anschließend in Reih und Glied und von Pauken und Trompeten begleitet über den Platanenweg, der Rudolph-Nagell-Str., kreuzten die Laakstr. und gelangten zum Festzelt. Zwei Polizisten regelten den Verkehr.

Vor dem Zelt herrschte Kirmesatmosphäre: Eine Mandel-Hütte, ein Imbiss-Stand, ein Bierwagen, eine Schieß- und Losbude stehen vor der „grün-weißenFestzentrale“ und nur zögernd wanderten die Grünröcke und ihre Gäste zum Tanzabend.

Damit die sechsköpfige Kapelle „Los Torros“ mit ihren flotten Schlagern loslegen konnte, hielt der 1. Vorsitzende, Siegfried Müller, seine Eröffnungsrede kurz. Dem scheidenden König Heinrich VI. wurde als Abschiedsgeschenk ein Hirschfänger überreicht. Auch Doris I. wurde für Ihr Engagement während der Amtszeit beschenkt: Ihr König übergab ihr ein Aquarell. Herbert Vodisek, Kreisvorsitzender des Schützenkreises Lünen verlieh dem früheren Kreiskönig Herbert Friese einen silbernen Orden. Nachdem deas Königspaar den Tanz eröffnet hatte, strömten zahlreiche Paare auf das Parkett, um das Tanzbein zu schwingen. Die feucht-fröhliche Stimmung fand erste in den Morgenstunden ein Ende.

Für manchen gab’s am Sonntagmorgen ein frühes Erwachen, denn die Schützenbrüder waren zum Frühschoppen geladen. Die Mittagsruhe wird für die hart Beanspruchten eine willkommende Verschnaufpause gewesen sein. Am Nachmittag mussten sie fit sein., weil der traditionelle Festumzug auf dem Programm stand. Sieben Schützenvereine mit ihren Königswagen, die Feuerwehr, der Knappen- und der Reiterverein, sowie drei Spielmannzüge traten am Nachmittag vor dem Festzelt an, um anschließend unter schmissiger Musik den „großen Festumzug durch die Straßen Nordlünens durchzuführen.

Leider hatten die Grünröcke Pech. Während des Umzuges goss es in Strömen.

Der Wettergott hatte aber am Montagmorgen ein Einsehen mit den Schützen und es blieb trotz einiger dunkler Wolken trocken, so dass das Vogelschießen beginnen konnte.

Nachdem der Vogel kurz nach 10 Uhr in die richtige Position auf der Wiese neben dem Schützenzelt gebracht und die Reihenfolge der Schützen ausgelost worden war, kündigte Peter Preuschoff, der die Veranstaltung mit einem Videogerät aufzeichnete, den 1. Schützen an: Um 10.18 Uhr gab der noch amtierende König Heinrich VI. Küpers den 1. Schuss ab, dem Vorsitzender Siegfried Müller den 2. Folgen ließ. Nach dem Ehrengast Kommissar Werner folgten Ehrenoberst Paul Böcker sowie Oberst Werner Anderson und als Ehrengast Sparkassendirektor Karl_Heinz Seidel. Dann schritten die 150 Mitglieder der vier Kompanien, die es sich inzwischen „an der Tränke“ gemütlich gemacht hatten, jeweils in 20erGruppen zur Vogelstange, um dem Schützenvogel „Fridolin“ den „Garaus“ zu machen.

Mit dem 50. Schuss sicherte sich Harald Lux (1. Komp.) um 10.38 Uhr die Krone.

Hans Engelbertz von der 2. Komp. holte sich mit dem 81. Schuss um 10.47 Uhr den Apfel.

Das Zepter ging um 10.55 Uhr mit dem 108. Schuss an Alfred Dreier von der 1. Komp..

Den rechten Flügel konnte Jürgen Hensel von der 3. Komp. um 11.00 Uhr mit dem 115. Schuß mit nach Hause nehmen.

Den linken Flügel schoss Waldemar Bruwer von der 1. Komp. um 11.07 Uhr mit dem 151. Schuß.

Nach einer Feuerpause ging es dann um 13.10 Uhr in den Endkampf.

Sieglinde Rotte, für die ein kleines Podest am Gewehr aufgestellt worden war, trat zusammen mit Klaus-Dieter Bellwon (2. Komp.), Werner Ciesla (1. Komp.) und Norbert Brune (3. Komp.) an.

Eng drängten sich die Zuschauer um die Vogelstange, als „Friedolin“ mehr und mehr abmagerte.

Er „rüttelt und er schüttelt sich“, entledigte sich eines Großteils seines Körpers.

Um 14.04 Uhr rief einer aus dem Publikum „Fertigmachen zum Schultern“.

Als dann um 14.05 Uhr der Vogel fiel herrschte unbeschreiblicher Jubel.: Die erste Schützin, die in der 154jährigen Vereinsgeschichte Königin geworden war, konnte ihre Freudentränen nicht verbergen.

Sieglinde Rotte erklomm mit dem 309. Schuss den begehrten Thron.

„Sie hat uns Männern gezeigt, wo der Weg in Altlünen langgeht“, sagte Ex-König Heinrich (VI) Küpers.

Zum Prinzregenten erwählte sich die frischgebackene Königin Hans-Georg Witt von der 3. Komp., (stellvertretender Kompanieführer).

Nach dem Königs- - pardon: Königinnenschuss forderte der 1. Vorsitzende Siegfried Müller die „Grünröcke“ auf: „Hut ab vor der Frau“.

Vor zahlreichen Zuschauern schritt die neue Regentin „ihre Kompanien“ ab.

Ihr persönlicher Kommentar zum Ablauf des Königsschießens lautete: „Ich hätte nie gedacht, neben den Experten bestehen zu können“.

Bürgermeister Hans-Werner Harzer hatte als Schirmherr des Schützenfestes die Ehre, am Montagabend die neue Königin Sieglinde (1.) Rotte und ihren Prinzregenten Hans (1.) Witt zu krönen.

Der Königin hängte er die Kette um, während der Prinzregent mit einer Schärpe und einem besonderen Orden geschmückt wurde.

In ihren Hofstaat erkor das Königspaar: Eva und Otto Witt, Minika und Hans Thedick, Magret und Jürgen Horstmann, Brigitte und Heinz Opitz.

Das Amt des Königsadjutanten übernahm Thomas Gössing von Harals Grube.

Der Proklamation schloss sich der Festball im Zelt an.

Der 1. Vorsitzende Siegfried Müller eröffnete den Abend mit folgenden Worten: „ Sieglinde die 1. hat mit Herz, Mut und Augenmaß die Männertradition gebrochen“.

„Sofern sich Opposition rege“, meinte Müller: „Die Gleichberechtigung ist fair und ein Gebot unserer Zeit“.

Zur Musik der Gruppe „Los Torros“ eröffnete das neue Königspaar mit einem Walzer den Tanz.

Bis in die frühen Morgenstunden wurde im vollbesetzten Festzelt ausgelassen gefeiert.

Horrido

Ingo Schinck

(Presse- und Sozialwart)

Programmablauf zum Schützenfest vom 28. -30. Mai 1988

Samstag, den 28.5.1988

Für Fahnenschmuck am Kriegerdenkmal sorgt der Bat.-Kommandeur. Den Kranz besorgt der 1. Schatzmeister.

Um 15.00 Uhr tritt das Bataillon mit den „Alten Kameraden“ vor dem Festzeit an. Marschordnung siehe Anlage 1.

Anlage 1

Marschordnung vom Zelt zum Kriegerdenkmal und zum Königspaar am Samstag, den 28.5.1988

1. Spielmannszug "Alte Kameraden"

2. Bataillonsfahne

3. 4 Standarten

4. Kranzträger

5. Bataillonskommandeur mit Bataillonsadjutant

6. 1. Vorsitzender

7. König mit Königsadjutant

8. Ex-Majestäten

9. 4. Kompanie (mit Vorstandsmitgliedern)

10. 1. Kompanie (mit Vorstandsmitgliedern)

11. 2. Kompanie

12. 3. Kompanie (mit Vorstandsmitgliedern)

Alle Schützen tragen weiße Handschuhe. Die Hauptfeldwebel melden ihren Kompaniechefs, diese dem Kommandeur. Anschließend Marsch zum Kriegerdenkmal und Kranzniederlegung zu den Klängen "Ich hatt' einen Kameraden".

Danach Marsch über Bergkampstr. /Cappenberger Str. /Ludwigsstr. /Norbertstr./ Gottfriedstr zur Wohnung der Königin, wo das Königspaar zu einem Umtrunk eingeladen hat. Bei Eintreffen meldet der Kommandeur dem König.

Der König spricht ein paar Worte, nimmt ggfls. Ehrungen/Auszeichnungen vor und lädt dann zum Umtrunk ein. Danach spricht der 1. Vorsitzende ein paar Worte.

Gegen 17.15 Uhr trifft das Blasorchester Lünen ein.

Um 17.15 Uhr Abmarsch des Bataillons mit den „Alten Kameraden“ und dem Blasorchester Lünen zur Kirche St. Norbert.

Marschordnung siehe Anlage 2.

Anlage 2

Marschordnung vom Umtrunk beim Königspaar zur Kirche St. Norbert am Samstag, den 28.5.1988

1. Spielmannszug "Alte Kameraden"

2. Blasorchester Lünen

3. Bataillonsfahne

4. Bataillonskommandeur mit Bataillonsadjutant

5. Königspaar

6. Königsadjutant mit Gattin

7. 1. Vorsitzender mit Gattin

8. Hofstaat

9. Vorstand mit Gattinnen Ehrenoberst Paul Böcker (?)

10. Ex-Majestäten

11. 4. Kompanie mit Standarte

12. 1. Kompanie mit Standarte

13. 2. Kompanie mit Standarte

14. 3. Kompanie mit Standarte

Es wird folgender Weg zurückgelegt:

Gottfriedstr. / Cappenberger Str./ Laakstr. / Platanenweg/ Ulmenstr.

Alle Schützen nehmen an Kirchgang teil!

In der Kirche sitzen (vom Eingang) vorne links die Kapelle (Blasorchester Lünen); Fahnen und Standarten nehmen links vom Altar Aufstellung. Auf gute Haltung der Standartenträger ist zu achten. Das Königspaar mit dem Hofstaat und dem 1. Vorsitzenden nehmen ganz vorne Platz. Alle weiteren in der Reihenfolge ihres Einmarsches.

Beginn des Festgottesdienstes um 17.45 Uhr. Ende ca. 18.45 Uhr.

Der Ausmarsch erfolgt wie der Einmarsch.

Danach Antreten zum Marsch zum großen Zapfenstreich am ehemaligen Amtshaus an der Schulstraße. Marschordnung wie Anlage 3.

Anlage 3

Marschordnung nach dem Gottesdienst in St. Norbert zum Großen Zapfenstreich am Samstag, den 28.5.1988

1. Bataillonsfahne

2. 4 Standarten

3. Fahnenabordnung

4. Bataillonskommandeur mit Bataillonsadjutant

5. Königspaar

6. Königsadjutant mit Gattin

Fackelzug rechts und links vorn Königspaar

7. 1. Vorsitzender mit Gattin

8. Hofstaat

9. Vorstand mit Gattinnen

10. Spielmannszug "Alte Kameraden"

11. Blasorchester Lünen

12. Ehrenoberst Paul Böcker

13. Ex-Majestäten

14. 4. Kompanie

15. 1. Kompanie

16. 2. Kompanie

17. 3. Kompanie

Diese Marschordnung gilt auch bei der Generalprobe am 14.5.1988 (Obersttag).

Aufstellung vor dem Amtshaus wie bei der Generalprobe am 14.5. 1988 (Obersttag) festgelegt.

Großer Zapfenstreich. Es spielen das Blasorchester Lünen und die „Alten Kameraden“. Die Feuerwehr stellt uniformierte Feuerwehrmänner (mit Helm) als Fackelträger; außerdem werden Feuerschalen aufgestellt.

Nach dem Großen Zapfenstreich Rückmarsch in Marschordnung wie Anlage 4 über Hainbuchenstr./Platanenweg/Rudolph-Nagell-Str. zum Festzeit.

Anlage 4

Marschordnung vom Amtshaus nach dem Großen Zapfenstreich zum Zelt am Samstag, den 28.5.1988

1. Spielmannszug "Alte Kameraden"

2. Blasorchester Lünen

3. Bataillonsfahne

4. Bataillonskommandeur mit Bataillonsadjutant

5. Königspaar

6. Königsadjutant mit Gattin

7. 1. Vorsitzender mit Gattin

8. Hofstaat

9. Vorstand mit Gattinnen-

10. Ehrenoberst Paul Bäcker

11. Fackelzug

12. Ex-Majestäten

13. 4. Kompanie mit Standarte

14. 1. Kompanie mit Standarte

15. 2. Kompanie mit Standarte

16. 3. Kompanie mit Standarte

Diese Marschordnung gilt auch bei der Generalprobe am 14.5.1988 (Obersttag) beim Marsch zum Grundstück R. Spee.

Um 18.30 Uhr besetzt die Feuerwehr rechts und links des Zelteinganges je eine Kasse. Eintritt für alle Personen, die nicht Schützenuniform tragen DM 5,-- (Ehrengäste und deren Begleitung haben freien Eintritt bei Vorlage der schriftlichen Einladung). Eintrittsclipse für unsere Schützenfrauen wurden bereits am Obersttag an die Kompanieführer verteilt.

Nur das Bataillon marschiert ins Zelt und nimmt rechts und links vom Mitteigang Aufstellung. Das Königspaar mit Adjutant, der Hofstaat, der Bat. -Kommandeur mit Adjutant und der Vorstand bleiben zunächst vor dem Zelt.

Der Einmarsch zu den Klängen des "Präsentiermarsches" erfolgt dann wie

folgt: Bat.-Kommandeur mit Adjutant/Königspaar mit Adjutant/

1.Vorsitzender/ Hofstaat/Vorstand.

Hierbei gehen die Damen links der Herren und die Herren grüßen.

Sitzordnung auf dem Thron siehe Anlage 5. Verantwortlich für die Sitzordnung auf dem Thron ist der Königsadjutant.

Anmerkung: Bei Regenwetter findet der Große Zapfenstreich um 21.00 Uhr im Zelt statt. Dies ist auch in der Presse zu veröffentlichen.

Die Hauptleute fassen ab 20.30 Uhr Biermarken entsprechend anwesender (!) Mannstärke für alle Kompaniemitglieder (auch die auf dem Thron), die das

14. Lebensjahr vollendet haben. Jüngere Mitglieder erhalten keine Biermarken. Nachzügler melden sich bis allerspätestens 22.30 Uhr mit ihrem Kompaniechef beim Schatzmeister zum Markenempfang.

Die einzelnen Kompanien nehmen an den für sie reservierten Tischen Platz (Schilder aufstellen!). Diese Schilder werden später vom SB Dieter God wieder eingesammelt.

Um 20.00 Uhr Eröffnung des Festes durch den 1. Vorsitzenden, der anschließend Worte an das Königspaar richtet und die Abschiedsgeschenke

überreicht.

Danach spricht der König.

Anschließend spricht der Vorsitzende des Schützenkreises Lünen, Herbert Vodisek.

Danach nimmt der 1. Vorsitzende Ehrungen von Jubilaren vor.

Anschließend eröffnet das Königspaar den Tanz. Ein paar Takte tanzen sie alleine, dann kommt der Hofstaat und der Vorstand dazu.

Während das Königspaar tanzt, stehen alle Paare der Thronbesetzung und die Vorstandsmitglieder im Kreis um die Tanzfläche. Dies ist der einzige

Anlass, zu dem der Thron leer sein darf ! Es ist unbedingt darauf zu achten, dass der Thron immer von mindestens einigen Paaren besetzt ist.

Im Anschluss daran haben die Kompanien Gelegenheit, dem Königspaar ihre Aufwartung zu machen. Der 1. Vorsitzende wird dies ansagen.

Am Ende des Abends holt eine Abordnung der Königskompanie mit Standarte das Königspaar vom Thron ab und geleitet es zum Ausgang.

Sonntag, den 29.5.1988

Um 10.30 Uhr musikalischer Frühschoppen im Festzelt evtl. mit den „Alten Kameraden“ und Musik vom Cassettenrecorder.

Die Teilnahme in Uniform ist für unsere Schützen Pflicht!

Da der Eintritt frei ist wird die Kasse nicht besetzt. Der 1. Vorsitzende spricht ein paar Worte zur Eröffnung.

Das Königspaar trifft um ca. 10.45 Uhr mit dem Hofstaat im Zelt ein.

Der Königsadjutant meldet dies rechtzeitig dem 1. Vorsitzenden. An diesem Vormittag tragen die Damen keine langen Kleider.

Ende des musikalischen Frühschoppens: ca. 12.00 Uhr.

Der Bat.-Kommandeur, der Bat.-Adjutant und der gesamte Vorstand sind um spätestens 14.30 Uhr im Zelt!

15.00 Uhr Empfang der Gastvereine. Für Schilder auf den Tischen sorgt

SB Dieter God. Der Thron bleibt unbesetzt. Die Stärkemeldungen der Gastvereine trägt der Geschäftsführer, der vom Bataillonskommandeur unterstützt wird, in eine Meldeliste ein. Wir machen einen Hinweis an die meldenden Gastvereine, dass das Zeit an diesem Tag nicht geräumt wird. Die Königspaare mit ihren Adjutanten versammeln sich im Gymnasium.

Antreten zum Festumzug: Alle Königspaare bleiben zunächst im Zelt; die Vereine treten mit Front zum Zelt in die Reihenfolge des Aufmarschplanes an (siehe Anlage 6). Diese Reihenfolge wird durch die von Dieter God postierten Kinder mit den Vereinsschildern markiert.

Bereits beim Anmelden sind die Gastvereine darauf hinzuweisen, dass das für die Schilderträger eingesammelte Geld an D. God abzugeben ist, der es anschließend unter allen Schilderträgern gleichmäßig verteilt.

Wegen der zu erwartenden Länge des Umzuges müssen die Gastvereine aufgefordert werden, ausschließlich in Dreierreihen anzutreten und zu marschieren.

Alle Königspaare nehmen anschließend die Front ab.

Die Königswagen werden jeweils hinter der Fahne und den Standarten plaziert.

Unser Bataillon marschiert am Ende in Marschordnung wie Anlage 7.

Anlage 7

Marschordnung unseres Bataillons während des Festumzuges am Sonntag, den 29.05.1988

1. Fahne

2. Ehrenoberst Paul Böcker

(bei Abwesenheit bestimmt der Bat.-Kommandeur eine Ex-Majestät)

3. Königsvogel 4. Kompanie)

4. Königswagen

5. Hofstaat

6. 4. Kompanie mit Standarte

7. 1. Kompanie mit Standarte

8. Spielmannszug Wethmar

9. 2. Kompanie mit Standarte

10. 3. Kompanie mit Standarte, Wachzug und Kanone

Der Weg verläuft wie folgt:

Rudolph-Nagell-Str . /Laakstr. /Kastanienstr . /Schulstr. /Ahornstr. /Ulmenstr. / Platanenweg/Rudolph-Nagell-Str. vorbei am Paradewagen zum Zelt.

Der SB Fredi Bergmann dirigiert die an der Kreuzung Schulstr./Hainbuchenstr. aus dem Zug ausscheidenden Königswagen durch die Hainbuchenstr. über den Platanenweg in die Nagell-Str. zum Paradewagen.

Für den Hofstaat stehen hier einige PKW bereit, um ihn zum Paradewagen zu bringen.

Der Festzug selbst wird entlang der Schulstr./Ahornstr./Ulmenstr. und durch den Platanenweg fortgesetzt und kommt zunächst am Rande der Laakstr. zum Stehen, bis die Königspaare mit den Adjutanten, unser Hofstaat und der

1. Vorsitzende auf dem Paradewagen Aufstellung genommen haben. Die Damen des Hofstaates tragen lange Kleider.

Nach dem Auswechseln und Aufstellen der Kapellen erfolgt der Vorbeimarsch. Hierbei grüßen nur die Kompaniechefs, obwohl alle Schützen (wenn mit Jacke marschiert wird weiße Handschuhe tragen.

Da wir als letzter Verein ins Zeit einrücken, nehmen unsere Schützen rechts und links des Mittelganges Aufstellung und erwarten den Einmarsch der Königspaare mit den Adjutanten und dem Hofstaat. Thronbesetzung gemäß Aufstellung des Königsadjutanten. Die Kapelle spielt den Präsentiermarsch.

Der 1. Vorsitzende begrüßt Vereine und Königspaare gemäß der Meldeliste. Am anschließenden Kaffeetrinken auf dem Thron nehmen nur das Königspaar mit Adjutant, die Gastkönigsaare mit Adjutanten, die Mitglieder des Hofstaates und der 1. Vorsitzende teil.

Als gastgebender Verein überlassen wir den Gästen die besseren Plätze im Zelt, deshalb sitzen unsere Schützen in der Nähe des Ausganges bzw. wo Platz ist.

Unser Königspaar bleibt bis zuletzt auf dem Thron, um die Gast-Königspaare paare zu verabschieden. Danach löst sich der Thron "zwanglos" auf.

Das Blasorchester Lünen spielt offiziell bis 19.00 Uhr, die Alten Kameraden eventuell etwas länger. Danach wird Musik vom Cassettenrecorder die verbleibenden Gäste unterhalten. Das Zelt wird nicht geräumt.

Am Ende des Abends holt eine Abordnung der Königskompanie mit Standarte das Königspaar vom Thron ab und geleitet es zum Ausgang.

Montag, den 30.5.1988

Um 7.00 Uhr trifft sich der Bat.-Kommandeur mit dem Bat.-Schießwart

und einigen Schützen zur Vorbereitung der Vogelwiese- Der Bat.-Schießwart bringt auch den Königsvogel mit. Die 1. Kompanie bringt die Vogelstange in Stellung.

Um ca. 9.00 Uhr trifft Komissar Werner aus Dortmund zur Abnahme dieses Schießstandes ein. Es ist sicherzustellen, dass auch der Waffenmeister, H. Lendermann, pünktlich um 8.30 Uhr zur Stelle ist.

Um 9.30 Uhr Antreten des Bataillons am Festzelt. Der 1. Vorsitzende

spricht ein paar Worte und macht auch einen Hinweis auf mögliche Konsequenzen für den Kronenkönig.

Zu diesem Zeitpunkt melden die Kompanieführer Schützen für folgende Tätigkeiten namentlich:

1. Kompanie: 2 Schützen zur Besetzung der Kasse am Eingang. Eintritt: DM

1,50 pro Person. NUR unsere Schützen in Uniform und

Ehrengäste, sowie Gastkönigspaare mit deren Adjutanten haben

freien Eintritt. Schließen der Kasse nur nach Rücksprache mit

dem 1. Schatzmeister.

2. Kompanie: 2 Schützen zur Besetzung der Kasse zum Verkauf von

Essensmarken für die Erbsensuppe. Wert der Essensmarke

DM 3,-.- pro Portion für Gäste (ohne Ehrengäste) und auch für

Familienangehörige unserer Schützen. Kostenlos ist die

Erbsensuppe nur für Mitglieder des SV NordlünenAlstedde und

für Ehrengäste.

Diese Schützen nehmen auch bis spätestens 10.30 Uhr die

Stärkemeldungen der Kompanieführer gemäß anwesender

Mannstärke entgegen und übermitteln diese sofort an

SB Berni Neuhaus zur Befüllung kompanieweiser Suppenkübel.

Einen Suppenkübel a 25 Liter bekommt der Königsadjutant für

die Ehrengäste.

3. Kompanie: 4 Schützen (inkl. Berni Neuhaus) für eine geordnete

Suppenausgabe, d.h.: Abgabe nur gegen Essenmarke und je

Essenmarke 1 Portion = 1/2 Liter. Dieser Trupp sorgt auch für

das rechtzeitige Aufstellen der Müllsackständer (Leihgabe vom

Gymnasium) für das benutzte Eßgeschirr und Besteck und

sammelt auch anschließend evtl. herumliegende Geschirre/

Bestecke ein, bringt die Müllsäcke zum Container und die

Müllsackständer zurück.

4. Kompanie: 4 Schützen für das Aufstellen von genügend Tischen und

Bänken (Königskomp.) sowie von Sonnenschirmen für die

Ehrengäste, für die Schießkasse und für den Ansager (SB Peter

Preuschoff).

Gleichzeitig wird bekanntgegeben, dass das Wegräumen der Tische und Bänke für die Ehrengäste nach Beendigung des Vogelschießens Aufgabe der neuen Königskompanie ist. Der Hauptfeldwebel dieser Kompanie ist dafür

verantwortlich und auch dafür, dass alle Kronenkorken und sonstiger Abfall zuverlässig beseitigt werden.

Anmerkung: Der Besitzer der Wiese macht die Zurverfügungstellung der Vogelwiese davon abhängig!!

Das Aufstellen und Abräumen von Tischen und Bänken für die Kompanien organisieren die Kompanieführer selbstständig. Für die ordentliche Beseitigung von Kronenkorken und Abfall in ihrem Bereich sind die Kompanieführer verantwortlich.

Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass gemäß Vertrag §4 die Belieferung mit Bier, Wein, Sekt und Spirituosen ausschließlich durch die Fa. Knippers erfolgt!

Zuständig und verantwortlich sind:

a) für die - Kasse am Eingang,

- Kasse für Essenmarken,

- Schießkasse

der 1. Schatzmeister und sein Stellvertreter.

b) für die Essenausgabe und alles was damit zusammenhängt, der

Geschäftsführer.

c) für die Pressearbeit und ein Protokoll der Ereignisse und Gäste

auf der Vogelwiese, der Presse- und Sozialwart.

d) für die schriftliche Meldung von Ehrengästen an Peter Preuschoff und für die

Betreuung der Ehrengäste, der Königsadjutant unterstützt vom gesamten

Hofstaat und vom Bat.-Adjutanten.

e) für Ansage und musikalische Unterhaltung, sowie den Videofilm, SB Peter

Preuschoff.

Danach Marsch zur Vogelwiese.

Der König eröffnet um 10.00 Uhr das Vogelschießen.

Die Insignienkönige zahlen folgende Obolusse:

Krone DM 150,--

Zepter DM 100,--

Apfel DM 75,--

Während der Feuerpause bekommen die Kompanien jeweils einen Kübel Erbsensuppe (enthaltend die Portionen für die vorher gemeldete Mannstärke).

Die Verteilung aus dem Kübel für die Ehrengäste übernimmt der Königsadjutant.

Ernsthafte Bewerber für die Königswürde melden sich bis allerspätestens zum Ende der Feuerpause mit ihrem Kompanieführer beim 1. Vorsitzenden. Spätere Meldungen können nicht berücksichtigt werden. Das Schussgeld in Höhe von DM 150,-- wird sofort bei der Meldung in bar fällig.

Sobald der neue König ermittelt ist, tritt das Bataillon an. Der neue König erhält seine neuen Schulterstücke. Der neue und der scheidende König, der 1. Vorsit-zende, der Bataillonskommandeur und der Bataillonsadjutant nehmen zu den Klängen eines von Peter Preuschoff aufgelegten Marsches die Front ab. Das Bataillon löst sich zwanglos auf. Die Funktioner räumen auf.

Um 18.15 Uhr tritt das Bataillon am Haus Wienecke an. Der Auszug aus dem Lokal erfolgt in nachstehender Reihenfolge: Scheidendes Königspaar/ neues Königspaar/1. Vorsitzender/scheidender Hofstaat/neuer Hofstaat/ Vorstandspaare (Damen in langen Kleidern).

Nur das scheidende und das neue Königspaar, der Bataillonskommandeur

und der 1. Vorsitzende schreiten die Front ab. Die anderen Paare bleiben am Eingang stehen und schließen, nachdem die Front abgeschritten ist,

auf.

Danach marschiert das gesamte Bataillon in Marschordnung wie Anlage 9 entlang der Laakstr.. zum Krönungswagen in der Rudolph-Nagell-Str.

Anlage 9

Marschordnung vom Lokal Wieneke zum Krönungswagen in der

Rudolph-Nagell-Str. am Montag, den 30.5. 1988

1.Spielmannszg Alte Kameraden

2. Blasorchester Lünen

3. Fahne

4. Bat. –Kommandeur mit Adutant

5. Scheidendes Königspaar

6. Scheidender Adjutant mit Gattin

7. Neues Königspaar

8. Neuer Adjutant mit Gattin

9. 1. Vorsitzender mit Gattin

10. Scheidender Hofstaat

11. Neuer Hofstaat

12. Vorstand mit Gattinnen

13. Ex-Majestäten

14. 4. Kompanie mit Standarte

15. 1. Kompanie mit Standarte

16. 2. Kompanie mit Standarte

17. 3. Kompanie mit Standarte und Wachzug

Alle Schützen tragen weiße Handschube.

Um 18.30 Uhr besetzt die Feuerwehr die Kasse am- Zelteingang. Eintritt DM 5,-für alle Nichtuniformierten.. Clipse für unsere Schützenfrauen sind bereits auf dem Obersttag verteilt worden. (Ehrengäste haben freien Eintritt bei Vorlage der schriftlichen Einladung.)

Auf dem Krönungswagen stellen sich das neue und das scheidende Königspaar, die Adjutanten, der Hofstaat und der Vorstand mit den Frauen auf.

Der 1. Vorsitzende richtet ein paar Worte an die Bevölkerung und übergibt dem Schirmherrn das Wort, der dann die Krönung zuerst des Königs und dann der Königin vornimmt.

Der Königsadjutant nimmt dem scheidenden König die Kette ab und übergibt sie dem Schirmherrn, der sie dem neuen König umhängt. Dann nimmt eine Hofdame der scheidenden Königin das Diadem aus dem Haar und übergibt

es dem Schirmherrn, der es unter Mithilfe einer Hofdame der neuen Königin ins Haar steckt.

Das Bataillon marschiert - angeführt von den „Alten Kameraden“ - nach dem Vorbeimarsch direkt ins Zelt ein und nimmt rechts und links des Mittelganges Aufstellung. Alle, die auf dem Krönungswagen Aufstellung genommen hatten, marschieren dann anschließend und angeführt vom Blasorchester Lünen gemäß Anlage 10 ins Zelt ein.

Anlage 10

Marschordnung für den Einmarsch ins Zelt nach der Krönung auf dem Krönungswagen am Montag, den 30.5.1988

1. Bat.-Kommandeur mit Adjutant

2. Neues Königspaar mit Adjutant

3. 1. Vorsitzender mit Gattin

4. Neuer Hofstaat

5. Scheidendes Königspaar mit Adjutant

6. Scheidender Hofstaat

7. Vorstand mit Gattinnen

Hierbei gehen die Damen links der Herren und die Herren grüßen. Alle nehmen gemäß Aufstellung des Königsadjutanten auf dem Thron Platz.

Um 20.00 Uhr halten sowohl der 1. Vorsitzende, als auch der neue König und evtl. der Vorsitzende des Schützenkreises Lünen, Herbert Vodisek, ihre Absprachen.

Danach machen die Kompanien, Gäste und evtl. anwesende Gastvereine dem neuen Königspaar ihre Aufwartung auf dem Thron.

Danach Ende des offiziellen Teils und Eröffnung des Tanzes mit dem Königswalzer (siehe hierzu Tanzeröffnung am Freitagabend, Seite 3).

Dann Tanz mit der „Dance and Showband Los Toros" bis zunächst 2.00 Uhr.

Am Ende des Abends holt eine Abordnung der Königskompanie mit Standarte das Königspaar vom Thron ab und geleitet es zum Ausgang.

Horrido

Ingo Schinck

(Geschäftsführer)