Schützenfest 1979


„August II. (Hoffmann ) und Resi II. (Brune) regieren Schützen“ „Partnerwechsel“ der Clou bei Majestäten im Norden Schützenfest 1979 „August II. (Hoffmann) und Resi II. (Brune) regieren Schützen“

„Partnerwechsel“ der Clou bei Majestäten im Norden

Es war fast so wie vor zwei Jahren im Mai: Beim Vogelschießen des Schützenvereins Nordlünen/Alstedde herrschte am Montag „Kaiserwetter“. Zwar regiert kein „Kaiser“ die Schützen in den nächsten zwei Jahren, aber es bleibt alles in der Familie., denn bei den Regenten gab es einen „Partnertausch“: Der Ehegatte der bisherigen Königin, August Hoffmann, holte mit dem 471. Schuss um 13.40 Uhr den verhältnismäßig großen Rest des Königsvogels von der Stange.

Zur Königin erkor er sich die Ehefrau des bisherigen Königs, Resi Brune. Somit regieren sie als August II. und Resi II. zwei Jahre lang die Schützen aus dem Norden der Stadt.

Nach der Feuerpause begann der relativ kurze Endkampf der „heißen Aspiranten“. Unter der fachkundigen Leitung des 2. Geschäftsführers Peter Preuschoff am Mikrofon, stellte die 3. Kompanie mit Josef Schweigmann, Heinz Opitz und August Hoffmann drei Bewerber. Hinzu stieß noch der erst 23jährige Dieter God von der 4. Kompanie.

Und dann ging es recht schnell. Innerhalb von einer knappen halben Stunde war die Entscheidung zugunsten von August II..

13.41 Uhr zeigte die Uhr, als der „Rest vom Schützenfest“ von der Schrotladung getroffen zu Boden taumelte. „Ich wollte doch nur den Pinn treffen, meinte der verdutzte August Hoffmann und hielt die Hände vors Gesicht.

Doch sein Königsschuss war im Brusenkamp noch nicht verklungen, das ging die große Rennerei los: die Schützenbrüder auf den neuen König, um ihn auf die Schultern zu heben, die Kinder auf die Vogelstange, um sich die Reste des königlichen Vogels einzuheimsen, der Grenadier auf die Gaskanone, um den Salut zu schießen.

Und dann kam noch einmal Spannung auf, denn die Frage nach der Königin war noch offen. Doch wer in dem Durcheinander aufgepasst hatte, der konnte beobachten, wie man sich auch um Resi Brune scharte, um zu gratulieren. Also alles klöar: Der neue König nimmt die Frau des letzten Königs zur Königin, denn seine Frau war die Königin beim vorausgegangenen König.

Nach den Ehrenschüssen des Schirmherrn Oberbürgermeister Hans-Werner Harzer, des Kreisvorsitzenden Walter Ehrenbrusthoff, der Majestäten der Nachbarvereine, sowie der übrigen prominenten Gäste, begann der Kampf um die Insignien.

Vor der Feuerpause stand es dann fest: das Vogelschießen wurde der große tag der 3. Kompanie, die alles ergattern konnte.

Bernhard Neuhaus das Zepter, Horst Falk die Krone, Otto Witt den Apfel, Lothar Hageneier den linken Flügel und Rudi Spee den rechten Flügel.

Während mit Willi Middendorf das älteste Vereinsmitglied einen Schuss abgab, durfte vor dem Endkampf mit dem dreijährigen Tobias Woesmann auch der Jüngste im Schützenrock symbolisch auf den Vogel schießen.

Mit dem Festball und dem großen Zapfenstreich klang das Schützenfest von Nordlünen/Alstedde abends aus.


„Klingendes Festzelt zaubert Bombenstimmung“

Einen ersten Höhepunkt fand das dreitägige Schützen- und Volksfest bereits mit dem „Bunten Abend am Sonntag im Festzelt, das brechend voll war. Hier erlebten die Schützen und Gäste ein flottes Unterhaltungsprogramm, das ihnen viel Spaß machte. Die Besucher fanden schnell Kontakt zu Herbert Heuft, der als Conferencier, Humorist und Parodist der Spitzenklasse durch das abwechslungsreiche Programm führte. Da gab es zunächst rassige Tänze des Steiner-Krüger-Ballets. „The Degards“ brachten vielseitige akrobatische Darbietungen. In einer herrlich verrückten Parodie mit einem Bügelbrett „Lerche & Lerch ihre ausgefallenen Künste auf die Bühne. Das Duo Dahm begeistert mit seiner virtuosen Akkordeon-Show getreu dem Motto „Stimmung bis Windstärke 12“. Es war zeitweilig eine Stimmung im Zelt vorhanden wie im „lachenden Festzelt“ der „Bösen Buben“ zu den tollen Tagen. Absoluter Star des dgelungenen Abends war Conferencier Heuft. Er imitierte nicht nur die Schauspieler Rühmann, Lingen und Moser, schoss auch Pointen auf Pointen ab. Die Gäste schüttelten sich vor lachen. Da blieb kein Auge trocken. Nach dem ausgezeichneten Bühnenprogramm und dem Finale spielten das „Melodia-Quintett“ und „The Hattricks“ zum Nonstop-Tanz bis in den frühen Montagmorgen auf. Der 1. Vorsitzende, Paul Wahlers und König Norbert I. bedankten sich bei allen Akteuren für die Super-Show, die als Test für spätere Schützenfeste gedacht war und ihre Bewährungsprobe bestanden hat.

Schützenfest 1979 (Festfolge)

Samstag, den 8. September 1979

16.30 Uhr Antreten am „Haus Brune

18.00 Uhr Gottesdienst in der St. Norbert Kirche,

danach Marsch zum Festzeit

19.30 Uhr Eröffnung des Festes durch den 1. Vorsitzenden

Schützenkommers

Sonntag, den 9. September 1979

10.00 Uhr FRÜHKONZERT

Ausführende:

Siebenbürger Trachtenkapelle

Leitung: Kapellmeister Gottschling

Spielmannszug „Alte Kameraden"

Leitung: Willi Herden

15.00 Uhr Empfang der Gastvereine

15.30 Uhr FESTZUG

20.00 Uhr Bunter Abend mit der Dortmunder Actien Brauerei

Durch den Abend führt Confrencier und

Parodist Herbert Heuft ferner

das Duo Dahm, Die Degards, Lerch & Lerche,

das Steiner-Krügel-Ballett.

Musikalische Begleitung: Melodia-Quintett.

Für junge Leute zum Tanz „The Hattriks".

Montag, den 10. September 1979

09.00 Uhr Antreten des Bti. am Festzeit, Marsch zur Vogelwiese

09.30 Uhr Beginn des Vogelschießens

Während des Schießens Stärkung aus der Gulaschkanone

17.30 Uhr Antreten des BtI. am Haus Wieneke zur Abholung des neuen Königspaares

18.30 Uhr Krönung und Vorbeimarsch

20.00 Uhr Festball mit großem Tanzabend

21.00 Uhr GROSSER ZAPFENSTREICH

mit dem Spielmannszug „Alte Kameraden"

03.00 Uhr Ausklang des Festes

Horrido

Ingo Schinck

(1. Geschäftsführer)