Schützenfest 1973

August I. neuer König
371. Schuss entschied bei Nordlünen/Alstedde
glanzvollesFest bis in die Nacht -

Seit Montag 12.25 Uhr – mit dem 371. Schuss – haben die Schützen des Schützenvereins Nordlünen-Alstedde von 1834 e.V. ihren 36. König: August I. (Budde) Hauptmann und Kompaniechef der 2. Kompanie. Zu seiner Königin erwählte sich der neue Herrscher seine Ehefrau Agathe I..

Den ersten Schuss auf den Vogel gab König Rudi I. (Spee) ab. Nach weiteren Ehrenschüssen rückten die einzelnen Kompanien dem Vogel zu Leibe.

Nach kurzer Zeit wurde der 2. Vorsitzende August Stallmann Kronenkönig. Neuer Apfelkönig wurde Ehrenoberst Eduard Blanke. Hans Blanke, Kompanieführer und Hauptmann der 3. Kompanie, wurde mit einem gezielten Schuss Zepterkönig.

Wolfgang Ertel von der 3. Kompanie stellte den linken Flügeladjutanten und Karl Wittken (2. Kompanie) den rechten Flügeladjutanten.

Während der eingelegten Feuerpause konnten sich die Schützen und eine große Zuschauermenge, die sich inzwischen angesammelt hatte, mit einer kräftigen Erbsensuppe stärken.

Dann ging es in die Endphase des Schießens, bei dem der einst stolze Vogel völlig zerrupft wurde. Von den Anwärtern Willi Hauschopp, Willi Busemann, Heinz Rehkopp, Martin Pfennig, Heinz Küppers und Heinz Frye blieb August Budde Sieger, der den restlichen Vogel mit einem gut platzierten Schuss „tötete“.

Der Nachmittag stand im Zeichen der Krönung des neuen Königspaares durch Bürgermeister Alfred Meermann, mit anschließendem Festzug, dessen Höhepunkt der Vorbeimarsch am neuen Königspaar bildete.

Zum Hofstaat des neuen Königspaares gehört: Willi und Toni Broer, Klaus und Ingrid Bellwon, Edith und Karl Krawetzke, Ruth und Karl Wittken

Der Tag endete mit dem großen Festball, in dessen Verlauf auch der „große Zapfenstreich“ gespielt wurde.Das Fest bewies wieder einmal, dass die Schützen aus Nordlünen-Alstedde wohl zu feiern wissen.

Sportmaschine raste verbotswidrig im Tiefflug über die Festwiese (1973)

Fast hätte der Schirmherr, Alfred Meermann, selbst einen Schirm gebraucht, und zwar einen Fallschirm. Doch dieser hätte ihm nichts genutzt, wenn die Sportmaschine, in der er als Mitpassagier saß, in die Massen gerast wäre.

Dicht über das Festzelt und über die Massen, brauste sieben- bis achtmal die Maschine dahin, zwischen 70 und 90 Fuß hoch, während über bewohnten Gebieten, zu denen ja auch wohl die Festwiese zählen müsste, eine Höhe von 300 Meter, also rund 1000 Fuß, vorgeschrieben ist.

Es waren nicht nur die Frauen, die immer wieder erschreckt bei jedem Anflug zu dem Vogel schauten.

Auch alte Schützen schüttelten den Kopf. Borks Bürgermeister Ferdi Spahn meinte:“ Die sind ja irrsinnig. Wenn hier etwas passiert, feiert der Verein zehn Jahre kein Fest mehr. Wenn zwei Rocker Rabatz machen, regt sich alles auf, dieses ist jedoch schlimmer als alle Rockermanieren.“

 

Schützenfest 1973 (Festfolge)

Samstag, den 25. August 1973

17.30 Uhr Antreten des Bataillons am Festzeit

Abholung des Königspaares

20.00 Uhr Empfang der Ehrengäste - Begrüßung, Ehrungen und Beförderungen

21.00 Uhr Schützenkommers

* Uhr Offizieller Schluss

Sonntag, den 26. August 1973

08.00 Uhr Antreten am Festzeit

08.30 Uhr Festgottesdienst in der St. Norbert-Kirche

10.00-

12.00 Uhr Frühkonzert - Frühschoppen Blaskapelle „Günter Farwik"

15.00 Uhr Empfang der Gastvereine

16.00 Uhr Festzug

17.15 Uhr Begrüßung der Ehrengäste und Gastvereine Gratulationen - Festkonzert

20.00 Uhr Großer Festball 02.00 Uhr Offizieller Schluss

Montag, den 27. August 1973

09.00 Uhr Antreten am Festzeit - Abmarsch zur Vogelwiese

10.00 Uhr Beginn des Königsschießens

12.00 Uhr Stärkung aus der Gulaschkanone

17.30 Uhr Antreten des Bataillons am Festzeit zur Abholung des neuen Königspaares

18.00 Uhr Krönung Vorbeimarsch

19.30 Uhr Empfang der Gäste

20.00 Uhr Festball - Großer Tanzabend

21.00 Uhr „GROSSER ZAPFENSTREICH"

03.00 Uhr Offizieller Ausklang des Festes

 

Horrido

Ingo Schinck